Vokabeln richtig lernen
Für das Vokabeln-Lernen gibt es kein Patentrezept,
da jeder Mensch auf eine andere Art und Weise lernt.
Folgendes hat sich aber in der Praxis bisher am meisten
bewährt.
Am wichtigsten ist es, daß man sich Zeit nimmt
- für Schnell-Lerner ca. 45 Minuten für etwas
langsamere etwa 1,5 Stunden pro Tag. Das bedeutet aber
auch, daß Du in den Semestern, in denen Du Sprachen
lernst, möglichst wenig Seminare besuchst, um Dich
voll der Sprache widmen zu können. In etwa ein
Kirchengeschichts- oder Missions-Religions-Wissenschaftliches
Proseminar sollte langen. Besuche zu dieser Zeit besser
Überblicksvorlesungen.
Schreibe die Vokabeln des Tages auf kleine Kärtchen
zwischen DIN A7 und DIN A8. Dabei sollte für jede
Vokabel nur eine Karte verwendet werde. Benutze lieber
mehrere Karten anstatt Geld zu sparen. Schreibe auf
die Vorderseite die Vokabel, auf die Rückseite
die Übersetzung - jeweils groß, damit Du
es besser lesen kannst.
Hervorragend fürs Lernen ist es, wenn man sich
beim Einprägen der Wörter bewegt. Gehe dabei
als langsam im Zimmer auf und ab oder, noch besser,
gehe in einen Park oder, wie in Neuendettelsau, in die
freie Natur. Der Grund liegt darin, daß durch
die Bewegung schneller und besser sauerstoffreiches
Blut in das Gehirn transportiert wird, was die Denkfähigkeit
erhöht.
Baue Dir eine "Lernmaschine". Diese Lernmaschine
besteht aus fünf Fächern, in die die Lernkarten
hineinpassen. Jedes Fach ist doppelt so groß wie
das erste.
Lerne also den Packen Vokabeln des Tages in aller Ruhe
durch. Wenn Du damit fertig bist, dann steckst Du die
gekonnten Kärtchen in das Fach zwei, die , die
weniger sitzen, in Fach eins. Wenn Du neue Vokabeln
auf hast, dann lerne sie und wiederhole dabei die Kärtchen
aus Fach eins. Die gekonnten kommen wieder in Fach zwei,
die anderen zurück in Fach eins.
Wenn Fach zwei voll ist, dann ergreife diese Karten
und wiederhole sie. Die gekonnten kommen in Fach drei,
die weniger guten an das Ende von Fach eins. Fahre so
weiter fort, bis Fach drei auch voll ist. Dann nimmst
Du die Karten aus Fach drei und wiederholst diese. Und
auch hier gilt: Die Guten ins Töpfchen (Fach vier)
die schlechten ins Kröpfchen (Ende von Fach zwei).
So geht es wieder weiter, bis auch noch Fach vier voll
ist. Nimm diese Karten und schau sie Dir an. Die, die
Du kannst, kommen in Fach fünf, die anderen hinter
Fach drei. Und wenn Fach fünf voll ist, nimm diese
und wiederhole sie. Die gekonnten kannst Du jetzt wegwerfen,
die anderen kommen nochmal ans Ende von Fach 4
Leider gibt es Wörter, die kann man sich um alles
in der Welt nicht merken. Versuche Dir dazu Eselsbrücken
zu bauen, die Dir helfen, das Wort zu behalten (oft
helfen Fremdwörter, Verwandtschaft mit anderen
Sprachen...) Wenn das eine oder andere Wort einfach
nicht rein will, dann ist es auch noch kein Beinbruch.
In der schriftlichen Prüfung darf man ein Wörterbuch
verwenden, in der mündlichen Prüfung reißt
niemand Dir den Kopf ab, wenn man ein Wort nicht weiß.
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