Lernhilfen

Referate vorbereiten


In diesem Bereich finden sich Lernhilfen, die unsere User zur Verfügung gestellt haben. Wenn kein Autor vermerkt ist, stammen die Texte von der "alten" Theologie-Studieren.de-Seite von Mischa Heißmann.

Referate vorbereiten

Es gibt geborene Schreiber. Wer es jedoch nicht ist, der freue sich darüber, daß man gutes und wirkungsvolles Schreiben erlernen und üben kann. Das gute Schreiben muß richtig vorbereitet werden. Der eigentliche Schreibakt ist nichts weiter als der Schlußakt. Fangen wir deshalb ganz vorne an.

  • Der richtige Zeitpunkt:
    Der richtige Zeitpunkt ist immer so bald wie möglich. Ideal ist es, wenn Du gleich nach dem Seminar, wenn Du das Thema und die Literatur erhalten hast, Dich auf den Weg in die Bibliothek machst und die entsprechenden Seiten aus den Büchern kopierst. Spätestens aber eine Woche bevor Du das Referat halten mußt, solltest Du den Schritt in die Bib wagen.
  • Stoffsammlung:
    Ein guter Schreiber beginnt keinesfalls mit dem eigentlichen Niederschreiben. Im Gegenteil wird er diese Tätigkeit so lange wie möglich hinauszögern. Wenn Du ein routinierter Schreiber bist und Dir wird ein neues Thema vorgelegt, dann beginnst Du zunächst mit dem Sichten des Stoffs. Fange rechtzeitig und zielstrebig mit der erforderlichen Stoffsammlung zum Thema an. Schreibe alles was Du schon selber weißt auf ein Blatt Papier.

    In der Regel gibt Dir der Dozent des Seminars eine Literaturangabe, in der Du weitere Informationen zu diesem Thema finden kannst. In der Bibliothek Deiner UNI kannst Du Dir die Seiten kopieren und mitnehmen. Auch wenn es etwas mehr Geld kosten sollte, so vergrößere trotzdem jede Seite auf DIN A4, damit Du den Text besser lesen kannst und zwischen den Zeilen genügend Platz hast zum unterstreichen. Bearbeite den Text in der ÜFLFÜ-Methode.

    Vor dem Niederschreiben solltest Du Dich fragen, wie Du Dein Referat gliedern willst. Es gibt die Möglichkeiten der "sachlichen Gliederung", in der Du die jeweiligen Themen zusammenfaßt, oder die "chonologische Gliederung", die sich besonders für die historischen Fächer (oder Referate) eignen. Oftmals bietet die Literatur, die zum Thema gelesen werden soll, eine Gliederung, die teilweise oder vollständig übernommen werden kann.
  • Unterbewußtsein arbeiten lassen:
    Beginne jetzt nicht gleich mit dem Schreiben, sondern benutze einen kleinen psychologischen Trick. Wenn es zeitlich irgenwie möglich ist, dann lasse den Stoff "ablagern". Immer wieder überschätzen wir das Wirken unserer bewußten Tätigkeit, das logische Denken. Das Unterbewußtsein kann jedoch bei geistiger Arbeit erstaunlich gut helfen, wenn es richtig eingesetzt wird. Das Unterbewußtsein arbeitet zwar unkontrolliert, aber dann und wann schickt es "Ergebnisse" seiner Arbeit in das Bewußtsein. Wir registrieren sie als Einfälle.

    In der Praxis kann das aber so aussehen: Beschäftige Dich kurz vor dem Zu-Bett-Gehen noch einmal ganz intensiv mit Deiner Stoffsammlung. Dann lege Dich schlafen. Am nächsten Morgen wird es für Dich einfacher sein, weiterzuarbeiten. So gibtst Du Deinem Unterbewußtsein Gelegenheit, sich mit dem Stoff zu beschäftigen.
  • Schreiben:
    Schreibe jetzt genau auf, was Du nun zu dem Thema weißt. Nimm auch noch mal die Lektüre zuhilfe und achte darauf, was Du unterstrichen oder ggf. an den Rand geschrieben hast. Ob es besser ist, erst ein Konzept zu entwerfen um dieses dann immer wieder zu überarbeiten oder ob Du gleich ins Blaue hineinschreiben willst, das ist ganz Dir überlassen. Bedenke aber, daß das Referat immer als Handout im Seminar ausgeteilt werden soll. Darum solltest Du zum einen immer vollständige Sätze, wenn es geht sogar mehr als nur einen Satz schreiben. Achte auch auf eine ordentliche und übersichtliche Gliederung innerhalb Deines Schriftstücks.

    Die äußere Form des Referats spielt auch eine kleine, aber trotzdem wichtige Rolle. Zu der äußeren Form gehört ein Kopf, in dem das Seminar mit Titel genannt wird, dazu das aktuelle Semester, das Datum, der Name des/der Dozenten und der Name des Referenten. Darunter sollte dann das Thema des Referats in der horizontalen Mitte stehen.
    Ebenfalls zur äußeren Form gehört eine ordentliche und vollständige Literaturangabe am Ende des Referats, damit jeder nachvollziehen kann, aus welchen Büchern Du Dein Wissen hast.
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